Naturwissenschaften haben mich immer interessiert und so habe ich nach einer technischen Ausbildung Biochemie studiert. Ich hatte mich sehr gefreut auf die Uni und das Studentenleben. Leider war der Konkurrenzkampf während des Studiums bereits so groß, dass ich mit vielen meiner Kommilitonen nicht unbedingt noch meine Freizeit verbringen wollte. Im Studium ging es gar nicht unbedingt darum, kreativ zu sein und Neugierde zu wecken, sondern Lehr- bzw. Lernstoff aufzusaugen und pünktlich zu den Klausuren wieder auszuspucken und das möglichst gut. Aber Augen zu und durch, am Ende gibt es ein Diplom und dann wird alles gut. Nach dem Diplom promoviere ich – das ist klar, weil…ja warum eigentlich? Naja, das macht man so und einen Job bekommt man ohne Dr. nicht…..ob das wirklich so war, habe ich gar nicht hinterfragt.

Die Doktorarbeit war dann allerdings endlich so, wie ich es mir gewünscht habe. Laborarbeit, tüfteln, forschen, Neues herausfinden und lernen, was mir Spaß macht. Ich hatte ein wirklich tolles Umfeld, der Doktorvater hatte zwar wenig Zeit, aber das war gut so, so konnte ich einfach mal machen. Und das noch in einem Umfeld, in dem ich mich richtig wohlfühlte – wir waren ein richtiges Team!  Hier war ich genau richtig und frei!

Die PostDoc Zeit danach ist dann wie automatisch in eine Juniorprofessur übergegangen. Hier habe ich dann zum ersten Mal richtig das System zu spüren bekommen. Innerhalb von 2 Monaten eine Lehrveranstaltung auf die Beine stellen, erstmals und unvorbereitet vor 340 Studierenden stehen, Mitarbeiter führen, Drittmittelanträge stellen, Gremienarbeit machen, Gleichstellungsbeauftragte werden, Kampf um die Rechte der Juniorprofessoren, Diplom- und Doktorarbeiten betreuen und und und.

Irgendwann hat sich dann mein eigenes Ich zum ersten Mal gemeldet „Was machst Du da eigentlich? Wo bist DU geblieben? Willst Du eigentlich ein Teil dieses Systems sein?“ Zum ersten Mal wirklich sein Leben infrage zu stellen ist ganz schön gefährlich. Da könnte ja schon einmal alles zusammenbrechen. Daher habe ich es dann erfolgreich geschafft, diese Stimme ganz gut zu beruhigen.

Karrieremäßig ist es dann danach absolut perfekt gelaufen. W2-Professur, Verbeamtung, erster unbefristeter Vertrag, eigene Abteilung. Endlich ein gleichwertiger Mensch und damit allerdings auch ernstzunehmende Konkurrenz, die anderen gefährlich werden konnte. Ich wurde in vollkommen irrationale Kämpfe verwickelt, die ich nicht verstanden habe und auch gar nicht wollte. Im gefühlten Überlebenskampf nicht mehr agieren, sondern nur noch reagieren, ohne Zeit zum Nachdenken und vor allem Nachfühlen. Heute weiß ich, ich hatte mich vollständig von mir getrennt und mich im Sumpf der Wissenschaft verloren.

Mit dem Angebot, das Institut zu übernehmen,  war meine längst vergessene Stimme wieder da: „Weißt Du, was da alles auf Dich zukommt? Willst Du so viel Verantwortung übernehmen? Und so langsam musst Du doch auch begriffen haben, dass Du das System nicht verändern kannst“. Aber – es ist eine Ehre, gefragt zu werden und wofür hatte ich so lange geackert? Das System konnte ich zwar nicht verändern, aber jetzt konnte ich mir meinen eigenen Raum innerhalb des Systems schaffen.

Also habe ich ein scheinbar erfolgreiches Institut übernommen, allerdings mit dem Gefühl, vor einem Scherbenhaufen zu stehen. Ich habe begonnen zu forschen, woher dieses Gefühl kam und wo hier die Zusammenhänge sind. Meine Erkenntnis war, dass nur auf das Äußere geachtet wurde und das Innere dabei vollkommen verkümmert ist. Damit war meine Aufgabe ganz klar – ich musste Menschlichkeit in dieses Institut bringen und (innere) Verbundenheit.

Dieses hat mich dahin geführt, zu verstehen, dass wir durch die Ausbildungen, die wir machen und das fremde Wissen, mit dem wir unser System überfluten, uns selbst verdrängen und keinen Zugriff mehr auf unser eigenes inneres/intuitives Wissen haben. Der Zugang zu diesem Wissen ist aber so wichtig für jeden von uns, da wir nur dadurch zu unserer Authentizität gelangen und selbstbestimmt leben können. Und das selbstbestimmte Leben, in dem jeder Einzelne seine Einzigartigkeit zeigen und leben kann, wird dann wiederum zu einer nachhaltigen Veränderung führen.

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Ich freue mich darüber, hier meinen Beitrag leisten zu können, indem ich andere Menschen darin unterstütze, Zugang zu ihrem eigenen intuitiven Wissen zu bekommen und damit (wissenschaftliche) Authentizität zu erreichen.

Wenn wir unser volles Potential entfalten, stellen wir fest, dass uns sehr viel mehr möglich ist, als wir jemals denken konnten. Wir sehen also, dass es der durch die Wissenschaft konditionierte Verstand ist, der uns in der Limitierung hält.

Mein Angebot ist es, diese Limitierung zu überwinden und die wahre Größe zu entfalten, so dass wir keine Grenzen mehr als gegeben akzeptieren.